Projektdetails

BMNT101450
26.11.2019
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laufend
Entwicklung alternativer Möglichkeiten zum Schutz der Zuckerrübe gegen pilzliche Krankheitserreger
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149.620,00
Programm für Forschung und Entwicklung im BMLFUW
nein

beteiligte Personen/Organisationen

RolleLfnrName
Auftraggeber1Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (bis 9.1.2020)
Auftraggeber2Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus
Auftragnehmer1Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH

zugeordnete Wissenschaftszweige

Wissenschaftszweige
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

Abstract deutsch

Die Blattfleckenkrankheit der Zuckerrübe, ausgelöst durch Cercospora beticola, kann im pannonischen Zuckerrübenanbaugebiet Ertragsverluste von bis zu 30% verursachen. Kommt zudem zur Ertragssicherung in Trockenjahren Beregnung verstärkt zum Einsatz, kann die Anzahl der Behandlung zum Schutz des Blattapparates auf bis zu vier Applikationen, allenfalls auch darüber ansteigen. Im konventionellen Anbau stehen nur wenige chemische Wirkstoffgruppen für eine wirksame Bekämpfung dieser Krankheit zur Verfügung. Auftretende Resistenzen des Pilzes gegen zugelassene Fungizide einerseits sowie nicht erteilte Re-Registrierungen andererseits bedingen eine drastisch zunehmende Einschränkung an geeigneten Wirkstoffen. Im biologischen Zuckerrübenanbau grenzt sich möglicher Schutz einzig auf Fungizide auf Kupferbasis ein. Versuche lassen unterschiedliche Toleranz von Sorten gegenüber Infektionen durch Cercospora beticola erkennen. Unter der Prämisse einer Absicherung des gegebenen Leistungsniveaus ist es Ziel der Züchtung, geringere Anfälligkeit der Zuckerrübe gegenüber Blattkrankheiten im Allgemeinen und gegenüber Cercospora beticola im Besonderen sicherzustellen. Steigende Temperaturen in Folge des Klimawandels erhöhen den Infektionsdruck und damit das Schadpotenzial. Die im Rahmen des Projektes – sowohl für konventionell als auch biologisch wirtschaftende Rübenbaubetriebe – zu entwickelnden Strategien zielen auf – auf die Anfälligkeit einer Zuckerrübensorte abgestimmte – Pflanzenschutzmaßnahmen ab, um einerseits Ertrag und Qualität umweltgerecht, effizient und unter Einhaltung vertretbarer Kosten zu sichern, andererseits Resistenzbildungen vorzubeugen. Die Ergebnisse und die hierauf aufbauenden Empfehlungen werden für Rübenanbauer, Zuckerindustrie, die landwirtschaftliche Beratung als auch die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Projekt erarbeitet den möglichen Umfang des Schutzes, jedoch auch gegebene Produktionsrisken infolge eingeschränkter Möglichkeiten des Wirkstoffwechsels. Sie legen die Basis für Bewertungen durch öffentliche Verwaltung und Politik, sie dienen Rüben- und Zuckerwirtschaft als Grundlage weiteren Planungen.