Projektdetails

BMLUK102281
09.04.2026
-
laufend
Regionale Proteinquellen im Kreislaufsystem für neue Wege in der Fischfütterung
-
575.274,00
Forschungsprogramm im BMLUK
nein

beteiligte Personen/Organisationen

RolleLfnrName
Auftraggeber1Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Auftragnehmer1Waldland Holding GmbH

zugeordnete Wissenschaftszweige

Wissenschaftszweige
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

Abstract deutsch

Das Forschungsprojekt LeTe-Protein hat bereits gezeigt, wie hochwertige regionale Proteinquellen aus Reststoffen gewonnen werden können. In Fütterungsversuchen mit Bachsaiblingen gab es keine Unterschiede in Akzeptanz und Wachstum zwischen Versuchsfutter und herkömmlichem Fischfutter. Das Projekt ReProtein verfolgt einen ressourcenschonenden Ansatz und nutzt die bereits evaluierten pflanzlichen Nebenrohstoffe zur Gewinnung nachhaltiger Proteinquellen aus Mehlkäferlarven und Wasserlinsen für die Fischfütterung. Ziel ist es, den regionalen Fischproduktionskreislauf zu stärken und die Resilienz der heimischen Futtermittelversorgung zu erhöhen. Erste Versuche mit Futtermischungen aus Mehlkäferlarven und Wasserlinsen zeigten vielversprechende Ergebnisse. Bei Bachsaiblingen führte die Wasserlinsen-Futtermischung zu einer Grünfärbung. Langzeitversuche bei WALDLAND Edelwelsen sollen die Eignung dieser Mischungen weiter untersuchen. Zudem wird die Effizienz der Proteingewinnung aus Wasserlinsen, sowie die Schwermetall-Akkumulation erforscht. Ein weiterer Fokus liegt auf der Proteingewinnung aus Mehlkäferlarven, die sich durch ihre vorteilhafte Fettsäurezusammensetzung für die Fischfütterung eignen. Die Fütterung mit Öllein erhöht den Omega-3-Gehalt in den Larven. Langzeitversuche sollen die Effektivität dieser Futtermischungen bei WALDLAND Edelwelsen prüfen. Das Projekt untersucht nachhaltige regionale Alternativen, um Fischmehl im Futter zu reduzieren. Die Produktion von Wasserlinsen und Mehlkäferlarven in einem Kreislaufsystem bietet großes Potenzial für hochwertige Proteine aus regionalen Rohstoffen. Diese Ansätze sollen die regionale Wertschöpfung stärken und internationale Abhängigkeiten reduzieren. Ein wesentlicher ökologischer Vorteil ist die hohe CO2-Einsparung durch kurze Transportwege und die Nutzung regionaler Nebenrohstoffe. Das Projekt dient als Modell für zirkuläre Wirtschaft und zeigt, wie Nachhaltigkeit, Innovation und wirtschaftliche Regionalentwicklung verbunden werden können.

Abstract englisch

The research project LeTe-Protein has already demonstrated how high-quality regional protein sources can be obtained from residual materials. Feeding trials with brook trout showed no differences in acceptance or growth between the experimental feed and conventional fish feed. Building on these findings, the ReProtein project pursues a resource-efficient approach by using previously evaluated plant-based by-products to generate sustainable protein sources from mealworm larvae and duckweed for aquaculture. The project’s main objective is to strengthen the regional fish production cycle and enhance the resilience of local feed supply chains. Initial feeding trials with mixtures of mealworm larvae and duckweed yielded promising results. For brook trout, the duckweed-based feed led to a noticeable green coloration. Long-term trials with WALDLAND African catfish aim to further evaluate the suitability of these feed mixtures. In parallel, the efficiency of protein extraction from duckweed and its potential for heavy metal accumulation are being investigated. Another focus is on protein usage from mealworm larvae, which are considered suitable for fish nutrition due to their favourable fatty acid profile. Feeding the larvae with linseed increases their omega‑3 content. Long-term trials will assess the effectiveness of these feed mixtures with WALDLAND African catfish. The project explores sustainable, regional alternatives to fishmeal in aquafeeds. The integrated production of duckweed and mealworm larvae within a circular system holds significant potential for generating high-value proteins from regional raw materials. These innovative approaches aim to strengthen local value chains and reduce international dependencies. A key ecological benefit lies in the substantial CO₂ savings achieved through short transport routes and the utilization of regional by-products. The project serves as a model for circular economy in aquaculture, demonstrating how sustainability, innovation, and regional economic development can be effectively combined.