| Mikroplastikpartikel sind heute in verschiedensten Umweltmedien und Produkten des täglichen Lebens
nachweisbar - etwa in Lebensmitteln, Verpackungen, Kosmetik oder Textilien. Zunehmend belegen Studien
auch das Vorkommen dieser Partikel in biologischen Geweben und Flüssigkeiten – darunter Blut, Plazenta,
Lunge usw. Diese Funde werfen zunehmend wichtige Fragen hinsichtlich gesundheitlicher Auswirkungen auf,
insbesondere bei Säuglingen, die eine besonders vulnerable Bevölkerungsgruppe darstellen.
Im Rahmen des Projekts soll Muttermilch als biologische Matrix untersucht werden, um das Ausmaß einer
bestehenden Mikroplastik-Exposition der Mutter zum Zeitpunkt der Stillzeit abzubilden und zu bewerten,
inwiefern eine Übertragung auf den Säugling über die Muttermilch erfolgt. Da derzeit keine standardisierte
oder validierte Methode zur Bestimmung von Mikroplastik in Muttermilch existiert, ist im Rahmen des
Projekts die Entwicklung bzw. Adaptierung einer geeigneten analytischen Methode erforderlich.
|