Projektdetails

BMLUK102279
15.12.2025
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laufend
Neue genomische Techniken (NGT) in der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft: Bedeutung der EU-NGT-Verordnung für Österreich
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283.511,00
Programm für Forschung und Entwicklung im BMLUK
nein

beteiligte Personen/Organisationen

RolleLfnrName
Auftraggeber1Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Auftragnehmer1Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH

zugeordnete Wissenschaftszweige

Wissenschaftszweige
Agrarbiotechnologie, Lebensmittelbiotech

Abstract deutsch

Die aktuell im Trilog verhandelte Verordnung über mit neuen genomischen Techniken (NGT) hergestellten Pflanzen und die aus ihnen gewonnenen Lebens- und Futtermittel könnte im ersten Halbjahr 2026 in Kraft treten und müsste dann ab dem ersten Halbjahr 2028 Anwendung finden. Damit sind Auswirkungen auf die Landwirtschaft, die Wirtschaft, die Konsumentinnen und Konsumenten und die Verwaltung in Österreich verbunden. In der Verordnung sind zwei Kategorien von NGT-Pflanzen vorgesehen (NGT‑1 und NGT‑2). NGT-1-basierte Pflanzen sollen in Zukunft als äquivalent zu jenen aus herkömmlicher Pflanzenzüchtung betrachtet werden. Die wissenschaftlich-fachliche Aufbereitung der Fragestellungen, die sich daraus für Österreich ergeben, dient als Grundlage für mögliche Handlungsoptionen. Die Studie betrachtet NGT-1-basierte Anwendungen bei ausgewählten und für Österreich wichtigen Kulturarten in Zusammenhang mit aktuellen Herausforderungen betreffend diese Kulturarten in der österreichischen Agrar- und Lebensmittelwirtschaft. Die mögliche Bedeutung von NGT-1-basierter Züchtung wird im Abgleich mit den Herausforderungen und gemäß dem Stand des Wissens über verfügbare NGT‑1 Pflanzen analysiert. Daraus ergeben sich konkrete Hinweise auf einen möglichen Nutzen und die mögliche Anwendung von NGT‑1. Chancen und Herausforderungen werden aus der Sicht landwirtschaftlicher Betriebe sowie ausgewählter vor- und nachgelagerter Bereiche, wie Saatguterzeugung, Futtermittel- und Lebensmittelproduktion aufgezeigt. Neben möglichen Lösungsansätzen ergeben sich aus einer praktischen Anwendung von NGT‑1 Herausforderungen für die biologische sowie die gentechnik-freie Produktion und Lebensmittelerzeugung. Unter anderem sind dies Fragen der Koexistenz, erforderliche Maßnahmen und Wege der Rückverfolgbarkeit aus der Sicht landwirtschaftlicher Betriebe, sowie Möglichkeiten, Produkte ohne NGT‑1 in Verkehr zu bringen. Diese werden anhand praxisnaher Beispiele diskutiert. Besonders berücksichtigt wird die erforderliche Transparenz in den Bereichen der biologischen Lebensmittelerzeugung sowie der gentechnik-freien Produktion. Bei Vorliegen des endgültigen Verordnungstexts wird abschließend analysiert, welche Möglichkeiten und Herausforderungen sich für die Kontrolle ergeben. Das Ergebnis ist eine umfassende praxisnahe Einschätzung der Auswirkungen einer Anwendung oder Nicht-Anwendung von NGT-1-Pflanzen in Österreich sowie das Aufzeigen von Handlungsoptionen. 

Abstract englisch

The regulation currently being negotiated in the trilogue process concerning plants produced using new genomic techniques (NGTs) and the food and feed derived from them could enter into force in the first half of 2026 and would then have to be applied from the first half of 2028. This will have implications for agriculture, the economy, consumers, and public administration in Austria. The regulation provides for two categories of NGT plants (NGT‑1 and NGT‑2). In the future, NGT-1-based plants are to be considered equivalent to those produced through conventional plant breeding. The scientific and technical analysis of the questions arising from this for Austria serves as a basis for potential courses of action. The study examines NGT-1-based applications in selected crop species that are important for Austria, in connection with current challenges affecting these crops in the Austrian agricultural and food sectors. The potential relevance of NGT-1-based breeding is analyzed in relation to these challenges and based on the current state of knowledge regarding available NGT‑1 plants. This results in concrete indications of possible benefits and applications of NGT‑1. Opportunities and challenges are identified from the perspective of agricultural holdings as well as of selected upstream and downstream sectors, such as seed production, feed production, and food processing. In addition to possible solution approaches, the practical application of NGT‑1 also presents challenges for organic and GMO-free production and food manufacturing. These include questions of coexistence, necessary measures, and traceability from the perspective of agricultural holdings, as well as options for marketing products without NGT‑1. These aspects are discussed using practice-oriented examples. Particular attention is given to the need for transparency in organic food production and GMO-free systems. Once the final version of the regulation is available, the study will also analyze the resulting opportunities and challenges for control systems. The outcome is a comprehensive, practice-oriented assessment of the impacts of applying or not applying NGT‑1 plants in Austria, along with the identification of options for actions.