Projektdetails

BMLUK102211
28.11.2025
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laufend
Nachhaltigkeitsbericht der österreichischen Landwirtschaft – eine Pilotstudie
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261.264,00
Programm für Forschung und Entwicklung im BMLUK
nein

beteiligte Personen/Organisationen

RolleLfnrName
Auftraggeber1Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Auftragnehmer1Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO)

zugeordnete Wissenschaftszweige

Wissenschaftszweige
Wirtschaftswissenschaften

Abstract deutsch

In der Pilotstudie zum Nachhaltigkeitsbericht der österreichischen Landwirtschaft wird ein Konzept entwickelt, um auf Basis administrativer Daten einzelner Betriebe Indikatoren zur Nachhaltigkeit des Agrarsektors zu ermitteln. Diese sollen die sozialen, ökonomischen und ökologischen Dimensionen abbilden, um den Grünen Bericht zur Lage der Landwirtschaft zu ergänzen.  Ein erstes Ziel besteht darin, Standard-Treibhausgas-Emissionen für die wichtigsten Agrargüter in Österreich festzulegen, also Pauschalwerte je Produkt. Dazu werden bereits vorliegende Studienergebnisse (z.B. Emissionsfaktoren von Ackerkulturen) als Grundlage zur weiteren Bearbeitung herangezogen, um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden. Ein weiteres Ziel ist es, für jeden landwirtschaftlichen Betrieb Österreichs ausgehend vom Jahr 2020 drei Indikatoren zu berechnen und eine Methode zur Aktualisierung zu entwickeln. Die Indikatoren sind Brutto-Wertschöpfung, Arbeitsplatzsituation und Treibhausgasemissionen. Hinsichtlich der Klimabilanz der Betriebe wird ein vereinfachtes Rechenschema entwickelt, in dem den Aktivitäten einheitliche Emissionsfaktoren zugewiesen werden. Dabei soll die Auswertung auf Betriebsebene mit den Ergebnissen der Treibhausgasinventur Österreichs übereinstimmen. Ein weiteres Ziel ist es, für freiwillig buchführende Betriebe genauere Berechnungen durchzuführen, da für diese Betriebe mehr Daten verfügbar sind. Die dazu herangezogenen Indikatoren sind Brutto- und Netto-Wertschöpfung, Arbeitsplatzsituation und Treibhausgasemissionen. Aufgrund genauerer Daten (z. B. Leistungsdaten der Nutztiere, Zukauf von Düngemitteln) kann auf die betriebliche Situation genauer eingegangen werden. Schließlich wird angestrebt, ein Konzept zur Mehrfachnutzung administrativer Daten der österreichischen Landwirtschaft zu entwerfen, um eine breitere Palette von Nachhaltigkeitsindikatoren für einzelne Betriebe leichter verfügbar zu machen. Darüber hinaus sollen diese Daten auch regionalisiert auswertbar sein. Sie sollen somit auch für andere Zwecke, wie beispielsweise die Erfordernisse der Richtlinie für erneuerbare Energien (RED), im Hinblick auf landwirtschaftliche Rohstoffe nutzbar werden. Die Ebene der regionalen Auswertung dazu ist zumindest NUTS2. Im Forschungsprojekt werden Interessensträgerinnen und Interessensträger systematisch und explizit in Workshops beteiligt, um die Relevanz der Ergebnisse zu ermöglichen. 

Abstract englisch

The pilot study for the Austrian agriculture sustainability report is developing a concept for determining indicators of sustainability in the agricultural sector based on administrative data from individual farms. These indicators are intended to reflect social, economic and ecological dimensions, thereby supplementing the economic results traditionally included in the Green Report on the State of Agriculture. An initial goal is to establish standard greenhouse gas emission values for the most important agricultural goods in Austria, i.e. flat rates per product. Existing study results (e.g. emission factors for arable crops) are being used as a basis for further processing in order to avoid duplication. Another goal is to calculate three indicators for each agricultural holding in Austria starting in 2020 and to develop a method for updating them (e.g. using IACS data, databases on livestock, data on interventions and beneficiaries, administrative data on the implementation of measures under the CAP Strategic Plan). The indicators are gross value added, employment situation and greenhouse gas emissions. With regard to the climate balance of farms, a simplified calculation scheme is being developed in which uniform emission factors are assigned to activities. The evaluation at farm level should correspond to the results of Austria’s greenhouse gas inventory. Another goal is to perform more accurate calculations for farms that voluntarily keep accounts, as more data is available for these farms. The indicators used for this purpose are gross- and net-value added, employment situation and greenhouse gas emissions. More accurate data (e.g. livestock performance data, purchase of fertilisers) allows for a more detailed analysis of the operational situation. Finally, the aim is to develop a concept for the multiple use of administrative data from Austrian agriculture to make a wider range of sustainability indicators more easily available for individual farms. In addition, these data should also be evaluable on a regional basis. They should thus also be usable for other purposes, such as the requirements of the Renewable Energy Directive (RED) with regard to agricultural raw materials. The level of regional evaluation for this is at least NUTS2. Stakeholders are systematically and explicitly involved in workshops as part of the research project to secure the relevance of the research results.