Projektdetails

BML101976
15.01.2024
31.12.2025
beendet
TdRF2023_​Energieautarke Landwirtschaft – Betriebswirtschaftliche Empfehlungen und Beratungsunterstützung
-
166.585,00
Programm für Forschung und Entwicklung im BML
nein

beteiligte Personen/Organisationen

RolleLfnrName
Auftraggeber1Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (bis 31.03.2025)
Auftraggeber2Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Auftragnehmer1STUDIA - Studienzentrum für Internationale Analysen

zugeordnete Wissenschaftszweige

Wissenschaftszweige
Wirtschaftswissenschaften

Abstract deutsch

In der jüngeren Vergangenheit ist die Energieversorgung auch für landwirtschaftliche Betriebe zu einem hochrelevanten Thema und betriebswirtschaftlichen Risiko geworden. Eine Form des betrieblichen Risikomanagements besteht darin, den Betrieb möglichst energieautark zu gestalten. In diesem Projekt wurden die am Markt verfügbaren Technologien zur Solarstromproduktion, ‑speicherung und ‑nutzung sowie betriebliche Maßnahmen (z. B. Flexibilisierungsmaßnahmen im Effizienz- und Lastmanagement) hinsichtlich ihrer technischen und betriebswirtschaftlichen Eignung zur Förderung von Energieautarkie untersucht. Darüber hinaus wurde das Potenzial dieser Ansätze bei Betriebsleiter*innen verschiedener Betriebstypen analysiert, und ein betriebswirtschaftliches Tool für die Energieberatung entwickelt. Dazu wurde neben Stakeholder-Workshops und einer Befragung der Betriebsleiter*innen auch eine interdisziplinäre Toolentwicklung beinhaltet. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere die Betriebe der Schweine- und Geflügelhaltung ein hohes Bewusstsein für die Notwendigkeit der Energieautarkie als Teil des Risikomanagements haben. Gleichzeitig weisen diese Betriebe eine hohe Umsetzungsrate und Akzeptanz für Flexibilisierungsmaßnahmen, wie die Anpassung der Arbeitsabläufe an die Stromproduktion und den Stromverbrauch, auf. Bei rindhaltenden Betrieben zeigt sich das Gegenteil. In Verbindung mit den zunehmenden technologischen Möglichkeiten ergibt sich für diese Betriebe ein großes Potenzial zur Steigerung der Energieautarkie. Um die betriebliche Energieautarkie dieser Betriebe sowohl betriebswirtschaftlich als auch technisch optimal zu gestalten, sind betriebstypenspezifische Beratungen und betriebsindividuelle sowie standortspezifische Optimierungen von großem Vorteil. Die im Rahmen des Projekts erarbeiteten betriebstypenspezifischen Kennwerte, kombiniert mit dem entwickelten Tool, können hierbei unterstützend wirken.

Abstract englisch

In recent years, energy supply has become a highly relevant issue and a business risk for agricultural enterprises. One form of operational risk management is to make the business as energy self-sufficient as possible. In this project, the technologies available on the market for solar power production, storage and use, as well as operational measures (e.g. flexibility measures in efficiency and load management) were examined in terms of their technical and economic suitability for promoting energy self-sufficiency. In addition, the potential of these approaches was analysed among farm managers of various types of farms, and a business management tool for energy consulting was developed. This included stakeholder workshops, a survey of farm managers and the development of an interdisciplinary tool. The results show that pig and poultry farms in particular are highly aware of the need for energy self-sufficiency as part of risk management. At the same time, these farms demonstrate a high implementation rate and acceptance of flexibility measures, such as adapting work processes to electricity production and consumption. The opposite is true for cattle farms. In conjunction with increasing technological possibilities, there is great potential for these farms to increase their energy self-sufficiency. In order to optimise the operational energy self-sufficiency of these farms both economically and technically, farm-specific advice and farm-specific and location-specific optimisations are of great benefit. The farm-specific parameters developed as part of the project, combined with the tool developed, can provide support in this regard.