Projektdetails

BML101724
04.03.2022
12.12.2025
beendet
Waldbewirtschaftung im Klimawandel — Sicherung der Bodenfunktionen von Waldökosystemen durch standortsgerechte Holzernte
-
1.059.891,00
Programm für Forschung und Entwicklung im BML
nein

beteiligte Personen/Organisationen

RolleLfnrName
Auftraggeber1Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft (bis 31.03.2025)
Auftraggeber2Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Auftragnehmer1Universität für Bodenkultur Wien (BOKU)

zugeordnete Wissenschaftszweige

Wissenschaftszweige
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

Abstract deutsch

Für die nachhaltige Bereitstellung des nachwachsenden Rohstoffs Holz kommt der Mechanisierung der Waldbewirtschaftung große Bedeutung zu. Die Abstimmung der Technologie mit den ökologischen Rahmenbedingungen entscheidet maßgeblich über die Pfleglichkeit der Nutzung. Die besonders produktiven, oft ​‘schweren’ Böden der Flysch- und Molassezone sind verdichtungsanfällig und stellen daher für die Mechanisierung eine Herausforderung dar. In dem Projekt wurden auf Basis vergleichender Untersuchungen die Auswirkungen verschiedener Holzerntesysteme auf Waldfunktionen bzw. Ökosystemleistungen untersucht. Die Ergebnisse des HoBo-Projekts zeigen deutlich: Bodenschäden durch Holzernte wirken langfristig und sind nur schwer reversibel. Gleichzeitig stehen technische und organisatorische Optionen zur Verfügung, um sie zu begrenzen. Nachhaltige Waldbewirtschaftung erfordert daher eine vorausschauende Planung von Erntezeitfenstern (Trockenperioden oder gefrorener Boden), des Rückewegenetzes (dauerhaft über Umtriebszeiten hinweg festgelegt) sowie der Technik (größere Gassenabstände mit seitlichen Zufällen, vermehrter Einsatz von Seilgeräten). Dabei gilt es, Zielkonflikte zwischen Sicherheit, Leistung und Kosten gegenüber dem Bodenschutz abzuwägen. So lassen sich zentrale ökologische Funktionen wie Wasserspeicherung, Nährstoffkreisläufe und Kohlenstoffbindung erhalten – und die Wälder bleiben gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels widerstandsfähig .

Abstract englisch

For the sustainable provision of the renewable raw material wood, the mechanization of forest management is of great importance. It is important that the technology is adapted to ecological framework conditions. The particularly productive, often ​‘heavy’ soils of the flysch and molasse zone are susceptible to compaction and therefore represent a challenge for mechanization. Within the project, comparative studies on the effects of different timber harvesting systems on forest functions or ecosystem services are conducted. In the present report the results of the comparative empirical investigations on harvesting effects on the remaining stands, hydrology at different scales, soil structure, soil as habitat, nutrient balance and greenhouse gas fluxes are presented. Furthermore, the publicity activities already carried out are presented.